Haas Suite für Oboe und Klavier op 17
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Description
Mit seiner „Suite für Oboe und Klavier“ aus dem Jahr 1939 reagiert Pavel Haas auf die bedrohliche politische Lage in seinem Umfeld. Der tschechische Komponist jüdischer Herkunft setzt hier ein unmissverständliches Zeichen, indem er den St.-Wenzel-Choral sowie einen Ausschnitt des hussitischen Liedes „Die ihr Gottes Streiter seid“ zitiert und sich damit auf frühere reformatorisch- revolutionäre tschechische Bewegungen bezieht. In der fünfzehn-minütigen Suite entfaltet sich die ganze Meisterschaft des reifen Komponisten, der einer der begabtesten Schüler Leoš Janáčeks war. So erinnert die an den Sprachrhythmus angelehnte Melodik an den großen Lehrer. Die deklamatorische Oboenstimme steht der eigenständigen, teils perkussiven Klavierstimme gegenüber. Zusammen entwickeln die beiden Instrumente eine große rhythmische Energie und Ausdruckskraft.
Diese Edition präsentiert die Oboensuite erstmals in ihrer ursprünglichen Gestalt. Frühere Ausgaben von Lubomír Peduzzi (1962, 1993) enthielten Änderungen in der Oboenstimme, die der erste Interpret des Werks, der Oboist František Suchý, vorgenommen hatte. Der Herausgeber Ondřej Pivoda hat das Werk vollständig von den überlieferten Bearbeitungen befreit und dabei unter anderem den von Haas intendierten vokalen Charakter der Oboenstimme wiederhergestellt. Dem Vorwort des Herausgebers folgen Anmerkungen des renommierten Oboisten Juri Vallentin, Professor an der Hochschule für Musik Karlsruhe.
Spielpartitur mit Oboenstimme, Urtextausgabe
Spécifications
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- Pavel Haas
- Suite für Oboe und Klavier
- op 17
- Pivoda Ondrej
- Bärenreiter
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- hautbois
- 1
- piano
- 1
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- partition et parties
- Urtext
- 2026
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